| Privacy 3.0 - Consumers in digital space |
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| Jaro Krieger-Lamina, ITA - Walter Peissl, ITA ITA Privatsphäre 3.0 - Konsument:innen im digitalen Raum |
Konsument:innen sind in einer digitalisierten Welt nicht nur als Kaufende von Waren sondern auch als Liefernde von Daten begehrt. Diese Daten sind dabei Rohstoff und Währung der „Digital Economy“. Die vorliegende Kurzstudie untersucht, wie sich die Digitalisierung aller Lebensbereiche auf Konsument:innen ausgewirkt hat, und welche Rolle die regulatorische Umsetzung der Digital Strategie der Europäischen Union dabei spielt.
Vor dem Hintergrund einer globalen Wirtschaft des Datensammelns hat die EU verschiedene Rechtsakte beschlossen, um die Rechte und Freiheiten der Bürger:innen zu stärken und die Macht der großen Plattformen zu begrenzen. Dazu gehören etwa die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der Digital Markets Act und der Digital Service Act. Zugleich zeichnen sich aber auch Zielkonflikte zwischen den verschiedenen Ansätzen der europäischen Strategie zum Umgang mit Daten am Horizont ab, in denen auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU Staaten eine Rolle spielt: Der Artificial Intelligence Act, der Data Governance Act und der Data Act sind in manchen Teilen umstritten und werden in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten unterschiedlich diskutiert. Der geplante European Health Data Space ist noch wenig konkret und versucht die Nutzung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten grenzüberschreitend zu ermöglichen.
Grundlegende Entscheidungen über global wirksame technologische Entwicklung werden oft in Staaten oder Regionen getroffen, die andere gesetzliche Vorgaben entwickelt haben als die EU und auch nicht immer deren grundlegende gesellschaftlichen Werte teilen. Gleichzeitig stehen technologische Umbrüche bevor, wie z. B. der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz und algorithmischer Entscheidungssysteme, bis hin zum Einsatz von Quantencomputern.
Die vorliegende Kurzstudie, die in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien durchgeführt wurde, fragt: Wie hat sich die Rolle der Konsument:innen verändert und wie beeinflussen europäische Regulierungsvorhaben und die Durchdringung unseres Alltags mit Informations- und Kommunikationstechnologien das Leben der Konsument:innen? Die Ergebnisse sollen die öffentliche Debatte über die Digitalisierung unterstützen und münden in Handlungsempfehlungen für die Politik.
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